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Salvador

 
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2006-05-23
Laufzeit:
137 Minuten
Sprachen (im Original):
Katalanisch, Spanisch
Produktionsfirmen:
Offizielle Website:
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englisch

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Deutsch

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    Salvador (Puig Antich)
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    Salvador - Kampf um die Freiheit
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Salvador Puig Antich war ein junger Student in den 1970er Jahren, der mit seiner Gruppe anarchistische Aktionen gegen das Franco-Regime durchführte. Er lebte im Untergrund, bis er inhaftiert und zum Tode verurteilt wurde. Der katalanische Regisseur Manuel Huerga zeigt das Leben eines politischen Menschen, der für seine Überzeugungen mit dem Leben bezahlen muss.

Der anarchistische Student Salvador Puig Antich war neben dem Deutschen Georg Michael Welzel das letzte Todesopfer des Franco-Regimes. Er wurde am 2. März 1974 mit 24 Jahren durch die Garotte hingerichtet.

Handlung

Movimiento Ibérico de Liberación

Salvador (Daniel Brühl), ein katalanischer Student, lernt während seines Studiums in den 1970er Jahren in Barcelona die radikal Linkspolitischen und Autonomen kennen. Mit ihnen beginnt er bald, praktische Aktionen unter dem Namen MIL (Movimiento Ibérico de Liberación) durchzuführen: Sie verteilen Flugblätter, rauben eine Bank aus, um das Geld den Arbeitern zu geben und nehmen Kontakt zu einer französischen Gruppe von Anarchisten in Toulouse auf. Salvador und seine Freunde kämpfen gegen Franco, der das katalanische Volk Tag für Tag terrorisiert und für die Arbeiter, die nach ihrer Meinung von den Kapitalisten unterdrückt werden. Das Alltagsleben in Katalonien wird zudem dadurch erschwert, dass die katalanische Sprache verboten ist und die Katalanen ständige Schikanen seitens der Staatsgewalt erdulden müssen.

Außerhalb der Gruppe versucht Salvador ein halbwegs normales Leben als junger Mann zu führen, was nicht ganz einfach ist. Seine Schwestern und seinen Vater (Celso Bugallo) kann er nur noch heimlich sehen, genauso wie seine Freundin Cuca (Leonor Watling), die sich bald von ihm trennt. Als Salvador die lebenslustige Margarlida (Ingrid Rubio) kennenlernt, muss er sich auch von ihr trennen, um nicht ihr Leben zu gefähren. Als ein Banküberfall schiefgeht und die Polizei dadurch seine Identität erfährt, muss Salvador gänzlich abtauchen. Die Aktionen der Gruppe werden nun immer schwieriger, es treten Spannungen zwischen den Mitgliedern auf. Als die Gruppe auseinanderzubrechen droht, beschließen die Jungs, sie aufzulösen und sich nach Frankreich abzusetzen. Bei diesem Versuch kommt es allerdings zu einer Schießerei mit der Polizei, wobei Salvador einen Polizisten tötet und selbst schwer verletzt wird.

Warten auf den Tod

Im Krankenhaus können die Ärzte Salvador retten, doch von dort aus wird er umgehend inhaftiert. Als politischer Häftling droht ihm nun die Todesstrafe, es sei denn, Franco willige in eine Begnadigung ein. Vor den Gefängniswärtern gilt er als Polizistenmörder und wird infolgedessen täglich schikaniert. Nur Jesús (Leonardo Sbaraglia), einer der Wärter, beginnt Salvador während dessen Inhaftierung zu schätzen, als er erkennen muss, dass der junge Mann zwar andere politische Ideale verfolgt, aber ein aufrichtiges Wesen hat. Salvadors Schwager Oriol Arau (Tristán Ulloa), der gleichzeitig sein Anwalt ist, bemüht sich in der Folgezeit hartnäckig darum, den Prozess zu gewinnen. Doch da das Gericht befangen ist, lassen sie nur die Beweismittel der staatlichen Seite zu. Als die ETA einen Mordanschlag auf den designierten Franco-Nachfolger Luis Carrero Blanco verübt, sind alle Chancen Salvadors geschwunden. Nun benötigt die spanische Regierung einen Sündenbock. Salvador erhält die Todesstrafe, was auch der Ministerrat bestätigt. In den letzten Tagen vor Salvadors Hinrichtung auf besonders grausame Art – durch die Garotte -, finden in Katalonien täglich Demonstrationen statt, die eine Begnadigung durch Franco einfordern. Doch Franco schweigt, selbst, als sich Prominente und der Papst an ihn wenden.

Die letzten Stunden vor seinem Tod verbringt Salvador mit seinen drei älteren Schwestern Imma (Olalla Escribano), Carme (Carlota Olcina) und Montse (Bea Segura). Merçona (Andrea Ros), die kleinste der Schwestern, soll auf Wunsch des Bruders nicht anwesend sein, um geschohnt zu werden. Schließlich wird Salvador abgeführt und in den Hinrichtungsraum gebracht. Dort dreht ihm ein Henker das Würgeeisen zu, doch der Tod tritt nicht umgehend ein. Salvador stirbt erst nach wenigen Minuten.

Zur Beerdigung kommen tausende von Menschen. Salvador Puig Antich war eines der beiden letzten Todesopfer des Franco-Regimes und gilt bis zum heutigen Tag als wunder Punkt in der jüngeren spanischen Geschichte.

Weiterführende Informationen

  • Auch der Film Sophie Scholl – Die letzten Tage handelt von Jugendlichen, die sich gegen ein faschistisches Regime auflehnen und dafür sterben müssen. Sophie Scholl gilt, wie Salvador Puig, als Heldin der Widerstandsbewegung.

Weitere Informationen im Internet

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