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Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten

Chéri

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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 2009-08-20
Laufzeit:
100 Minuten
Sprachen (im Original):
Englisch
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Kann eine unmögliche Liebe ihre Erfüllung finden? Die schöne Edelkurtisane Léa (Michelle Pfeiffer) kommt langsam in ein gewisses Alter und hat sich aus dem Geschäft der käuflichen Liebe zurückgezogen. Im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts lebt sie in unbeschreiblichem Luxus.

Paris 1906: Um die Jahrhundertwende gilt die französische Metropole als die mondänste Stadt Europas und als Inbegriff des kulturellen und intellektuellen Fortschritts. In Paris leben weltberühmte Künstler und Schriftsteller; und die Reichen und Mächtigen haben den Ort zum Domizil ihrer Wahl erkoren. Paris ist zu dieser Zeit auch berühmt für seine Kurtisanen – schöne, geistvolle Frauen, Expertinnen auf dem Gebiet der Liebe, um deren Gunst Kronprinzen, Erzherzöge und Industrie­kapitäne aus ganz Europa wetteifern: eine Gunst, die freilich ihren Preis hat.

Eine der begehrtesten Kurtisanen ist Léa de Lonval (Michelle Pfeiffer). In ihren Vierzigern ist sie immer noch eine schöne und beeindruckende Frau. Sie lebt in einem eleganten Haus im Art-nouveau-Stil, wo sie ihren Reichtum und ihre wohl­verdiente Unabhängigkeit genießt.

Eines Tages trifft Léa ihre alte Freundin und frühere Kollegin Madame Peloux (Kathy Bates) zum Lunch. Früher eine gefeierte Schönheit, ist sich Madame Peloux schmerzlich darüber bewusst, dass die Zeit ihren Tribut gefordert hat und sie dadurch zu einer verbitterten, gehässigen Matrone geworden ist. Léa mag sie nicht besonders, aber Frauen ihrer Profession haben nur wenige Vertraute.

Madame Peloux hat einen Sohn, Fred (Rupert Friend), von allen nur „Chéri“ genannt, ein brillanter, verwöhnter junger Mann von 19 Jahren, der einen laxen, hedonis­tischen Lebensstil pflegt. Madame Peloux möchte, dass er erwachsen wird, und hält Léa für die geeignete Lehrmeisterin, ihn in die Kunst der Liebe und des Lebens einzu­führen und so auf eine glänzende Zukunft vorzubereiten. Chéri bewundert Léa ebenso sehr, wie er seine Mutter verachtet und flirtet gewohnheitsmäßig mit ihr. Aber beider Gefühle gehen tiefer: Als er Léa nach dem Lunch bei einem Gespräch im Wintergarten leidenschaftlich auf den Mund küsst, ist sie für einen Moment über­wältigt und verliert die Kontrolle.

Die Vereinbarung jedoch steht: Léa wird sich um Chéri kümmern, bis er erwachsen und heiratsfähig geworden ist. So beginnt die Erziehung des unbekümmerten, unge­formten Teenagers durch die weltläufige ältere Frau, und beide sind sicher, dass sie über genügend Strategien verfügen, um ihre Gefühle zu beherrschen.

Aus ein paar Wochen, die Madame Peloux für die Initiation ihres Sohnes vorgesehen hatte, werden sechs Jahre: Friedlich leben die beiden in Léas Haus zusammen, machen sich liebevoll übereinander lustig, streiten ein bisschen und genießen immer noch ihre ausgedehnten, leidenschaftlichen Liebesnächte. Als Chéri eines Tages zum Mittagessen mit seiner Mutter, ihrer Bekannten Marie-Laure (Iben Hjelje), einer anderen Kurtisane, und deren Tochter Edmée (Felicity Jones) zitiert wird, wundert er sich, dass Léa nur zum anschließenden Tee geladen ist.

Sowie Léa nach dem Essen eintrifft, berichtet ihr Madame Peloux, dass sie eine Hochzeit für Chéri arrangiert hat. Léa reagiert äußerlich gelassen, aber die Nachricht trifft sie tief. Sie begreift, dass Edmée die glückliche Braut sein soll und dass Madame Peloux und Marie-Laure bereits handelseinig geworden sind, denn Letztere kann es kaum erwarten, ihre Tochter loszuwerden, um ungestört ihrem Beruf nachzugehen. Die Hochzeit soll schon in einigen Wochen stattfinden.

Noch am selben Abend stellt Léa Chéri zur Rede, denn sie vermutet, dass er bereits seit Monaten von dem Plan wusste und zu feige war, um mit ihr darüber zu sprechen. Ihre äußere Gefasstheit verbirgt ihren Zorn und ihre tiefe Verletzung. Chéri ist seiner­seits verletzt und macht sich Sorgen um Léas Zukunft: Was wird sie jetzt tun? Er möchte gern der letzte junge Mann in ihrem Leben gewesen sein, vermutet aber, dass sie ihre Vorlieben kaum ändern wird.

Beide ahnen, dass die Heirat Chéris das Ende ihrer Beziehung bedeutet. Zwar möchte Chéri weiterhin eine Rolle in Léas Leben spielen, aber sie weiß, dass die gemeinsame Zeit vorbei ist; als Chéris heimliche Geliebte will sie nicht enden. Diese Er­kenntnis trifft sie bis ins Mark, und auch Chéri ist erschüttert.

Während seiner Hochzeitsreise nach Italien lässt Chéri seinem Zorn und seiner Ent­täuschung freien Lauf und begegnet der jungen Braut mit emotionaler Kälte. Währenddessen muss Léa in Paris die spitzen Bemerkungen von Madame Peloux ertragen, die sich an den verletzten Gefühlen ihrer ehemaligen Konkurrentin weidet. Léa beschließt, nach Biarritz zu reisen, und lässt Madame Peloux in dem Glauben, sie habe einen neuen Begleiter. Tatsächlich trifft sie in dem mondänen Badeort auf einen jungen Mann, der ihre Zuwendung dankbar genießt.

Als Edmée und Chéri schließlich zurückkehren, ist klar, dass die Hochzeitsreise sie kein Stück näher zusammengebracht hat. Und auch, dass Chéri sich immer noch nach Léa sehnt. Schon bald hat Edmée genug; sie wirft ihrem Mann seine Gleich­gültigkeit und Grausamkeit vor und zieht sich zurück. Chéri kann die Spannung nicht länger aushalten. In der Nacht verlässt er das Haus und zieht in ein Hotel. Seine Tage verbringt er damit, vor Léas Villa auf deren Rückkehr zu warten oder sich Er­leichterung in der Opiumhöhle von La Copine (Anita Pallenberg), einer früheren Kurtisane, zu verschaffen.

Drei Wochen später trifft Léa in Paris ein, und Chéri kehrt heim, froh darüber, dass sein Warten nun ein Ende hat. Madame Peloux stattet Léa einen Besuch ab, wohl wissend, dass sie Léa durch die bloße Erwähnung ihres Sohnes ins Herz treffen kann, was sie sich natürlich nicht nehmen lässt.

Spätabends stürzt Chéri in Léas Schlafzimmer, um mit ihr seine Rückkehr zu feiern. Überwältigt vor Glück über ihr Wiedersehen verbringen die beiden eine rauschende Liebesnacht. Am nächsten Morgen beginnt Léa mit Reiseplanungen – weit weg in den Süden soll es gehen, wo die beiden unbeachtet von der sozialen Kontrolle mit­einander leben können. Aber Chéri ist merkwürdig still. So weit wollte er nicht gehen, hatte er doch eher daran gedacht, in Paris zu bleiben und Léa von Zeit zu Zeit zur Ablenkung von seinem Eheleben aufzusuchen. Für Edmée ist er immerhin ein Mann, während er für Léa immer ein Kind bleiben wird.

Das kann Léa nicht ertragen. Nach einem tränenreichen Abschied bringt sie ihrer großen Liebe ein letztes Opfer.

Mit Material von Miramax

Quellen

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