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Bahnhof

Dworzec

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6.00
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Filmdaten

Status:
Veröffentlicht am 1980-01-01
Laufzeit:
13 Minuten
Sprachen (im Original):
Polnisch
Produktionsfirmen:
WFD
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    Bahnhof
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    Railway Station
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Kieslowskis Dokumentarfilm über den Warschauer Bahnhof Dworzec weicht von den offiziellen Darstellungen der Regierung ab. Das Filmmaterial über die aufgedeckte Überwachung der Reisenden wird später von der Polizei beschlagnahmt, was den Regisseur zu der Abwendung vom Genre animiert.

Handlung

Dworzec ist kurz vor den Streiks 1980 in Danzig entstanden. Es ist ein dokumentarischer Filmessay über die Diskrepanz von Realitäts- und Propagandabildern. Bahnhof war der formal letzte Dokumentarfilm von Krzysztof Kieślowski, nach dessen Herstellung dieser beschloss, diese Gattung zugunsten des Spielfilms endgültig aufzugeben.

Die Nachrichtensendungen auf einer Großleinwand am Bahnhof verkünden Erfolgsmeldungen, die im Kontrast zur Apathie und Resignation der zuschauenden Reisenden stehen. Die Momentaufnahmen belegen die Tristesse und Hoffnungslosigkeit des polnischen Alltags kurz vor Ausbruch der Arbeiterunruhen in Danzig. Nichts funktioniert hier richtig. Züge sind verspätet, unzureichender Service an den Schaltern und der Auskunft, Schließfächer sind so auf Sicherheit bedacht, dass sie sich nicht mehr bedienen lassen und klemmen. Das was funktioniert, sind die Überwachungskameras überall im Bahnhof. Anonyme Reisende sind, einer unsichtbaren Macht, ausgelieferte Subjekte. Ein Dienstleistungsplatz, an dem der Transport organisiert werden sollte, verwandelt sich zu einer Bespitzelungsinstitution. Besonders deutlich wird das an der Schlussszene, in der der Kontrollraum der Überwachung in Augenschein genommen wird. Die Tragweite dieser Bespitzelung wird erst durch die Beschlagnahmung des Filmmaterials nach der Fertigstellung durch die Polizei deutlich.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen und Literatur

  • Wach, Margarete: Krzysztof Kieślowski – Kino der moralischen Unruhe.Köln, 2000.
  • Maurer, Monika: Krzysztof Kieślowski. Harpenden, 2000.
  • Stok, Danusia: Kieślowski on Kieślowski. London, 1993.
  • Insdorf, Annette: Double lives, second chances: the cinema of Krzysztof Kieślowski. New York, 1999.
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