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Diskussionen zum Film

 

Diskussionen zum Film

Taxi Driver als kriegskritischer Film

Bei einigen Kritikern gilt Taxi Driver als der wohl erste Film nach dem Vietnam-Krieg, der sich mit den Kriegsauswirkungen auf Soldaten beschäftigt. Wenn man den Worten Travis’ glauben darf, hat er bei den U.S. Marines gedient. Vermutlich leidet er an posttraumatischen Belastungsstörungen, die durch einen Kampfeinsatz hervorgerufen wurden. Der spartanische Lebensstil, die Schlafstörungen und die Wahl der schlecht bezahlten Arbeit entspricht den wirklichen Erfahrungen vieler Kriegsveteranen, die seit einem Kriegseinsatz an diesem Symptom leiden.

Der Film beinhaltet zudem einen weiteren subtilen Bezug auf den Vietnam-Krieg. Zur Vorbereitung des Attentats auf den Senator schneidet Travis sich die Haare zu einen Irokesenschnitt. Dieses Detail übernahm Martin Scorsese auf Vorschlag eines befreundeten Schauspielers, der in Vietnam gekämpft hatte. Scorsese notierte später über seinen Freund: > “He talked about certain types of soldiers going into the jungle. They cut their hair in a certain way; looked like a mohawk [...] and you knew that was a special situation, a commando kind of situation, and people gave them wide berths [...] we thought it was a good idea.” 1

Diskussion über den Epilog

Viel diskutiert wurde über den Schluss des Filmes. Einige Kritiker sehen in dem Ende die Todesfantasien des sterbenden Travis. Andere erkennen in dem Schluss eine realistische Variante, welche die damals aufkommende Medien-Gesellschaft kritisch betrachtet. Der verhinderte Attentäter wird in den Medien als Held und Befreier gefeiert, ohne die wirklichen Motive zu untersuchen.

Der berühmte Filmkritiker Roger Ebert schrieb über den Schluss: > “There has been much discussion about the ending, in which we see newspaper clippings about Travis’s ‘heroism’ of saving Iris, and then Betsy gets into his cab and seems to give him admiration instead of her earlier disgust. Is this a fantasy scene? Did Travis survive the shoot-out? Are we experiencing his dying thoughts? Can the sequence be accepted as literally true? ... I am not sure there can be an answer to these questions. The end sequence plays like music, not drama: It completes the story on an emotional, not a literal, level. We end not on carnage but on redemption, which is the goal of so many of Scorsese’s characters.”2

Quellen

1 Taxi Driver in der Wikipedia (engl.)

2 Filmkritik zu Taxi Driver (engl.)